
Zahlen luegen nicht, sagt man. Aber sie erzaehlen auch nicht die ganze Wahrheit. Wer auf Eishockey wettet und sich nur auf Statistiken verlaesst, wird genauso scheitern wie jemand, der sie komplett ignoriert. Der Schluessel liegt darin zu wissen, welche Zahlen relevant sind, wie man sie interpretiert und wann man ihnen vertrauen kann. Dieser Artikel zeigt dir, welche Statistiken in der DEL wirklich zaehlen und wie du sie fuer deine Wetten nutzen kannst.
Die Faszination von Statistiken im Sport ist verstaendlich. Sie bieten scheinbare Objektivitaet in einem Bereich, der von Emotionen, Ueberraschungen und Unvorhersehbarkeiten gepraegt ist. Wenn du weisst, dass ein Team zu Hause siebzig Prozent seiner Spiele gewinnt, fuehlt sich eine Wette darauf sicherer an als ein Bauchgefuehl. Aber diese Sicherheit ist truegerisch, denn Statistiken sind immer rueckwaertsgewandt. Sie sagen dir, was passiert ist, nicht was passieren wird. Die Kunst liegt darin, aus der Vergangenheit auf die Zukunft zu schliessen, ohne dabei in die typischen Fallen zu tappen.
Bevor wir in die einzelnen Kennzahlen eintauchen, ein grundsaetzlicher Hinweis zur Datenqualitaet. In der DEL gibt es weniger oeffentlich zugaengliche Statistiken als in der NHL, wo jede Bewegung auf dem Eis erfasst und analysiert wird. Das bedeutet, dass du mit weniger Informationen arbeiten musst, aber auch, dass die Buchmacher keine unueberwindbare Datenuebermacht haben. Wer sich die Muehe macht, die verfuegbaren Daten gruendlich zu analysieren, kann durchaus Vorteile finden.
Torstatistiken als Ausgangspunkt
Die grundlegendste Statistik im Eishockey sind die Torstatistiken. Wie viele Tore erzielt ein Team im Durchschnitt, und wie viele laesst es zu? Diese Zahlen sind der Ausgangspunkt jeder Analyse, weil sie direkt mit dem Spielergebnis zusammenhaengen. In der DEL erzielen die besten Offensivteams etwa dreieinhalb Tore pro Spiel, waehrend die schwachen Angriffe bei etwa zwei bis zweieinshalb Toren liegen. Die besten Defensiven lassen weniger als zweieinshalb Tore zu, die schlechten mehr als drei.
Fuer Wetten sind diese Zahlen in mehrfacher Hinsicht relevant. Erstens helfen sie bei der Einschaetzung von Over-Under-Wetten. Wenn zwei torstarke Teams aufeinandertreffen, ist Over wahrscheinlicher. Treffen zwei defensive Mannschaften aufeinander, spricht vieles fuer Under. Zweitens helfen sie bei Handicap-Wetten, weil du einschaetzen kannst, mit welchem Vorsprung ein Team wahrscheinlich gewinnt. Drittens sind sie nuetzlich fuer die Einschaetzung von Siegwahrscheinlichkeiten, auch wenn hier andere Faktoren eine groessere Rolle spielen.
Ein haeufiger Fehler ist die Betrachtung von Torstatistiken ohne Beruecksichtigung der Spielstaerke der Gegner. Wenn ein Team seine letzten fuenf Spiele gegen die schwaechsten Mannschaften der Liga bestritten hat, sind hohe Torquoten wenig aussagekraeftig. Umgekehrt kann eine scheinbar schwache Torausbeute gegen Topteams ein Zeichen von Staerke sein. Der Spielplan ist entscheidend fuer die Interpretation der Zahlen.
Torverteilung nach Dritteln
Die Torverteilung nach Dritteln ist eine Statistik, die viele uebersehen. Eishockey wird in drei Dritteln zu je zwanzig Minuten gespielt, und die Torwahrscheinlichkeit ist nicht in jedem Drittel gleich. Typischerweise fallen im ersten Drittel weniger Tore, weil sich die Teams abtasten und die Torhueeter noch frisch sind. Im dritten Drittel fallen die meisten Tore, weil die Muedigkeit zunimmt und zurueckliegende Teams mehr riskieren.
Fuer Wetten bedeutet das: Wenn du auf Drittelsieger wettest, sind Unentschieden im ersten Drittel haeufiger als in spaeteren Dritteln. Die Quoten auf ein Remis im ersten Drittel bieten oft Wert. Im dritten Drittel hingegen sind Over-Wetten auf die Toranzahl attraktiver, besonders wenn das Spiel noch nicht entschieden ist.
Powerplay und Penalty Killing
Die Powerplay- und Penalty-Killing-Statistiken gehoeren zu den wichtigsten Kennzahlen im Eishockey. Das Powerplay ist die Situation, in der ein Team durch eine Strafe des Gegners in Ueberzahl spielt. Das Penalty Killing ist das Gegenteil: die Verteidigung in Unterzahl. Die Effizienz in diesen Situationen kann Spiele entscheiden.

Ein gutes Powerplay in der DEL liegt bei ueber zwanzig Prozent Erfolgsquote, ein schwaches unter fuenfzehn Prozent. Das bedeutet: Ein Team mit starkem Powerplay verwandelt mehr als jede fuenfte Ueberzahlsituation in ein Tor. Bei vier oder fuenf Powerplays pro Spiel ist das ein signifikanter Unterschied. Auf der anderen Seite steht das Penalty Killing, wo die besten Teams ueber fuenfundachtzig Prozent der Unterzahlsituationen ohne Gegentor ueberstehen.
Fuer Wetten sind diese Statistiken aus mehreren Gruenden relevant. Erstens beeinflussen sie die erwartete Toranzahl eines Spiels. Wenn ein Team mit starkem Powerplay auf eines mit schwachem Penalty Killing trifft, steigt die Wahrscheinlichkeit fuer viele Tore. Zweitens koennen Powerplay-Statistiken helfen, den Ausgang einzelner Spiele vorherzusagen. Teams mit effektivem Powerplay haben in engen Spielen einen Vorteil, weil sie Strafen des Gegners besser nutzen koennen.
Heim- und Auswaertsbilanz
Die Heim- und Auswaertsbilanz ist eine der aussagekraeftigsten Statistiken in der DEL. Manche Teams sind zu Hause deutlich staerker als auswaerts, andere zeigen kaum Unterschiede. Diese Diskrepanzen zu kennen ist fuer Wetten essentiell, weil die Quoten sie nicht immer vollstaendig widerspiegeln.
Die Gruende fuer Heimstaerke oder Auswaertsschwaeche sind vielfaeltig. Manche Arenen haben besonders engstuerzige Fans, die das Heimteam pushen und die Gastmannschaft einschuechtern. Andere haben Eisflaechen mit bestimmten Eigenheiten, an die das Heimteam gewoehnt ist. Lange Auwaertsreisen koennen Teams muede machen, besonders wenn sie am Vortag schon gespielt haben. All diese Faktoren schlagen sich in den Statistiken nieder.
Ein Beispiel aus der DEL: Die Nuernberg Ice Tigers haben traditionell eine der staerksten Heimbilanzen der Liga, waehrend ihre Auswertsbilanz unterdurchschnittlich ist. Wer das weiss, kann gezielt auf Nuernberger Heimspiele setzen und Auswaertsspiele meiden. Die Quoten beruecksichtigen diesen Heimvorteil zwar, aber oft nicht vollstaendig, was Raum fuer Wertquoten laesst.
Andere Teams zeigen das umgekehrte Muster. Der EHC Red Bull Muenchen ist auswaerts fast genauso stark wie zu Hause, was bedeutet, dass du bei Muenchner Auswaertsspielen nicht automatisch auf den Heimvorteil des Gegners setzen solltest. Die Eisbaeren Berlin wiederum haben eine konstant starke Heimbilanz, die sich ueber Jahre gehalten hat. Solche langfristigen Muster sind wertvoller als kurzfristige Trends, weil sie auf strukturelle Faktoren hinweisen.
Die saisonale Entwicklung der Heim- und Auswaertsbilanz kann ebenfalls aufschlussreich sein. Manche Teams starten auswaerts schwach und verbessern sich im Laufe der Saison, waehrend andere gegen Ende nachlassen. Wenn du diese Muster erkennst, kannst du den Zeitpunkt deiner Wetten optimieren und Wertquoten finden, die auf veralteten Daten basieren.
Siehe auch: Teams-Analyse — Detaillierte Analysen aller DEL-Teams.
Schussstatistiken und Expected Goals
Die Schussstatistiken gehen einen Schritt tiefer als die reinen Torzahlen. Sie zeigen, wie viele Schuesse ein Team abgibt und wie viele es zulaesst. Die Logik dahinter ist einfach: Wer mehr schiesst, erzielt langfristig mehr Tore. Aber die Realitaet ist komplizierter, denn nicht jeder Schuss ist gleich gefaehrlich.
Die einfachste Schussstatistik ist die Anzahl der Schuesse aufs Tor pro Spiel. Die besten Offensivteams der DEL kommen auf dreissig bis fuenfunddreissig Schuesse pro Spiel, die schwachen auf unter fuenfundzwanzig. Diese Zahlen geben einen ersten Eindruck davon, wie dominant ein Team im Angriff ist. Aber sie sagen nichts ueber die Qualitaet der Schuesse aus.
Hier kommen fortgeschrittene Statistiken wie Expected Goals ins Spiel. Expected Goals messen die Qualitaet der Torchancen basierend auf Faktoren wie Schussdistanz, Schusswinkel und Spielsituation. Ein Schuss aus dem Slot ist mehr wert als einer von der blauen Linie. Leider sind Expected Goals fuer die DEL weniger verfuegbar als fuer die NHL, aber wer Zugang zu diesen Daten hat, kann sie gewinnbringend nutzen.
Die Blockstatistiken sind eine weitere Schussstatistik, die oft uebersehen wird. Sie zeigen, wie viele Schuesse ein Team blockt, also vor dem Torwart abfaengt. Teams mit vielen Blocks sind defensiv diszipliniert und lassen weniger gefaehrliche Schuesse zu. Fuer Under-Wetten koennen hohe Blockzahlen ein Indikator sein.
Torhueeterstatistiken
Die Torhueeterstatistiken verdienen besondere Aufmerksamkeit, weil der Torwart im Eishockey eine herausragende Rolle spielt. Ein grossartiger Torhueter kann ein mittelmässiges Team in die Playoffs tragen, waehrend ein schwacher Keeper selbst die beste Offensive nutzlos macht. Die zwei wichtigsten Kennzahlen sind die Fangquote und der Gegentorschnitt.

Die Fangquote zeigt, welchen Anteil der Schuesse aufs Tor ein Torhueter haelt. In der DEL liegt eine gute Fangquote bei ueber einundneunzig Prozent, eine herausragende bei ueber dreiundneunzig Prozent. Der Unterschied von zwei Prozentpunkten mag gering erscheinen, aber bei dreissig Schuessen pro Spiel bedeutet er im Schnitt ein halbes Tor mehr oder weniger.
Der Gegentorschnitt gibt an, wie viele Tore ein Torhueter pro Spiel kassiert. Hier sind niedrige Werte besser: Ein Top-Keeper liegt unter zwei Komma fuenf, ein schwacher ueber drei. Allerdings haengt der Gegentorschnitt stark von der Defensive des Teams ab. Ein Torhueter hinter einer soliden Abwehr sieht bessere Zahlen als einer, dessen Verteidiger staendig Fehler machen.
Fuer Wetten sind Torhueeterstatistiken aus mehreren Gruenden wichtig. Erstens beeinflussen sie die erwartete Toranzahl eines Spiels. Wenn zwei Top-Keeper aufeinandertreffen, sind weniger Tore wahrscheinlich. Zweitens sind Backup-Torhueter oft deutlich schwaecher als die Stammkeeper, was die Dynamik eines Spiels komplett veraendern kann. Vor jeder Wette solltest du pruefen, wer im Tor steht.
Die Differenz zwischen Stamm- und Ersatztorhuetern ist in der DEL oft erheblich. Waehrend die Nummer eins einer Mannschaft eine Fangquote von zweiundneunzig Prozent haben kann, liegt der Backup vielleicht nur bei achtundachtzig Prozent. Bei dreissig Schuessen pro Spiel bedeutet dieser Unterschied mehr als ein Tor. Wenn du erfaehrst, dass der Stammkeeper kurzfristig ausfaellt, kann das eine attraktive Wettmoeglichkeit eroeffnen.
Die Formkurve von Torhuetern ist besonders aussagekraeftig. Ein Keeper in einem Lauf kann Spiele im Alleingang gewinnen, waehrend einer in einer Krise selbst harmlose Schuesse durchlaesst. Die letzten fuenf Spiele eines Torhueeters koennen dir einen guten Eindruck davon geben, in welcher Verfassung er sich befindet. Aber Vorsicht: Torhueter koennen schnell von einem Extrem ins andere fallen.
Ein weiterer Faktor ist die Erfahrung in Drucksituationen. In den Playoffs oder bei wichtigen Spielen gegen direkte Konkurrenten zeigen erfahrene Torhueter oft ihre beste Leistung, waehrend junge Keeper unter dem Druck zusammenbrechen koennen. Diese mentale Komponente laesst sich nicht direkt messen, aber sie beeinflusst die Performance erheblich.
Head-to-Head-Statistiken
Die Head-to-Head-Statistiken zeigen, wie zwei Teams in der Vergangenheit gegeneinander gespielt haben. Manche Mannschaften liegen anderen besonders gut, waehrend sie gegen bestimmte Gegner regelmaessig Probleme haben. Diese Muster koennen sich ueber Jahre halten und sind fuer Wetten relevant.
In der DEL spielen die Teams viermal pro Saison gegeneinander, also zweimal zu Hause und zweimal auswaerts. Das sind genug Spiele, um Tendenzen zu erkennen, aber nicht genug fuer statistisch robuste Aussagen. Die direkte Begegnung aus dem Vormonat kann ein Indikator sein, aber sie ist kein Garant fuer das naechste Spiel.
Besonders interessant sind Derbys und traditionelle Rivalitaeten. Wenn die Koelner Haie auf Duesseldorf treffen oder Mannheim gegen Muenchen spielt, gelten andere Regeln als in normalen Ligaspielen. Die emotionale Intensitaet ist hoeher, die taktischen Spielereien nehmen zu, und Ueberraschungen sind haeufiger. Die Head-to-Head-Statistiken dieser Spiele solltest du gesondert betrachten.
Formkurve richtig interpretieren
Die Formkurve ist eine der am haeufigsten genutzten, aber auch am haeufigsten missverstandenen Statistiken. Die Frage, ob ein Team in Form ist, laesst sich nicht einfach mit Blick auf die letzten fuenf Ergebnisse beantworten. Form ist vielschichtig und haengt von zahlreichen Faktoren ab.

Ein Team, das seine letzten fuenf Spiele gewonnen hat, ist nicht automatisch in besserer Form als eines, das drei gewonnen und zwei verloren hat. Es kommt darauf an, gegen wen diese Spiele stattfanden, wie sie gewonnen wurden und ob Schluessselspieler zur Verfuegung standen. Ein knappes eins zu null gegen den Tabellenletzten ist weniger beeindruckend als ein deutliches vier zu eins gegen den Dritten.
Die Formkurve solltest du immer im Kontext des Spielplans betrachten. Teams, die viele Spiele in kurzer Zeit absolvieren, sind anfaelliger fuer Leistungseinbrueche. Back-to-Back-Spiele, also zwei Spiele an aufeinanderfolgenden Tagen, sind besonders belastend. Das zweite Spiel einer solchen Serie ist oft schwaercher, selbst wenn das Team insgesamt in guter Form ist.
Ein weiterer Aspekt der Formkurve sind Verletzungen und Rueckkehr von Schluesselspielern. Wenn der beste Scorer eines Teams nach wochenlanger Verletzung zurueckkehrt, kann das die Offensive beleben, auch wenn die letzten Ergebnisse mau waren. Umgekehrt kann der Ausfall eines wichtigen Spielers eine positive Serie beenden. Die Kaderstatistiken sollten daher immer Teil deiner Analyse sein.
Die psychologische Komponente der Form wird oft unterschaetzt. Ein Team, das gerade ein wichtiges Derby gewonnen hat, geht mit mehr Selbstvertrauen ins naechste Spiel. Umgekehrt kann eine schmerzhafte Niederlage die Moral druecken und sich auf die naechsten Partien auswirken. Diese mentalen Faktoren sind schwer zu quantifizieren, aber sie beeinflussen die Leistung erheblich.
Die Konstanz der Form ist ein weiterer wichtiger Aspekt. Manche Teams schwanken stark zwischen herausragenden und schwachen Leistungen, waehrend andere gleichmaessiger spielen. Fuer Wetten sind konstante Teams oft sicherer, weil du besser vorhersagen kannst, was du bekommst. Unbestaendige Teams bieten dagegen Moeglichkeiten fuer Wertquoten, wenn du ihre Schwankungen richtig einschaetzen kannst.
Die Dauer einer Formserie ist ebenfalls relevant. Eine Siegesserie von zehn Spielen muss irgendwann enden, und die Wahrscheinlichkeit einer Niederlage steigt, je laenger die Serie dauert. Umgekehrt brechen auch Niederlagenserien irgendwann ab. Diese Regression zum Mittelwert ist ein statistisches Prinzip, das du bei deinen Analysen beruecksichtigen solltest.
Penalty-Minuten und Spielstil
Die Penalty-Minuten sind eine Statistik, die auf den ersten Blick wenig mit dem Spielausgang zu tun hat. Aber sie geben Hinweise auf den Spielstil eines Teams und seine Disziplin. Teams mit vielen Strafminuten verbringen viel Zeit in Unterzahl, was sie anfaelliger fuer Gegentore macht. Umgekehrt koennen aggressive Teams ihre Gegner einschuechtern und Fehler provozieren.
Fuer Wetten sind Strafminuten vor allem in Kombination mit anderen Statistiken interessant. Ein Team mit vielen Strafminuten und schwachem Penalty Killing ist anfaellig. Ein Team mit vielen Strafminuten, aber starkem Penalty Killing kann seinen aggressiven Stil durchziehen, ohne dafuer bestraft zu werden. Die Kombination der Statistiken ergibt ein klareres Bild als jede einzelne Zahl.
Overtime und Penaltyschiessen
Die Statistiken zu Overtime und Penaltyschiessen zeigen, wie Teams in Drucksituationen performen. Manche Mannschaften sind in der Overtime stark, weil sie ueber schnelle, technisch versierte Spieler verfuegen, die im Drei-gegen-Drei glaenzen. Andere gewinnen regelmaessig im Penaltyschiessen, weil ihr Torhueter Eins-gegen-Eins-Situationen dominiert.
Fuer Wetten sind diese Statistiken relevant, wenn du auf die Zweiweg-Wette setzt, also auf den Gesamtsieger inklusive Overtime und Penaltyschiessen. Wenn zwei Teams in der regulaeren Spielzeit aehnlich stark sind, kann die Overtime-Staerke den Ausschlag geben. Die Quoten beruecksichtigen diesen Faktor oft nicht ausreichend.
Saisonale Statistiken und Trends
Die saisonalen Statistiken zeigen, wie sich die Performance eines Teams im Laufe der Saison entwickelt. Manche Teams starten stark und lassen gegen Ende nach, andere drehen in der Rueckrunde auf. Diese Muster zu erkennen kann helfen, den Zeitpunkt deiner Wetten zu optimieren.
In der DEL ist die Saisonvorbereitung unterschiedlich intensiv. Manche Teams peaken frueh und haben im Oktober ihre beste Phase. Andere brauchen Zeit, um ihren Rhythmus zu finden, und werden erst im neuen Jahr gefaehrlich. Die Playoffs erfordern eine weitere Anpassung, weil dort andere Qualitaeten gefragt sind als in der Hauptrunde.
Datenquellen und Werkzeuge

Wo findest du die Statistiken, die du brauchst? Die offizielle DEL-Website bietet grundlegende Daten wie Tabellen, Torschuetzen und Spielerstatistiken. Fuer tiefere Analysen sind internationale Datenbanken wie EliteProspects oder HockeyDB nuetzlich, die auch historische Daten und Spielerprofile bieten. Livescores auf Seiten wie Flashscore oder Sofascore liefern Echtzeitdaten waehrend der Spiele.
Die Qualitaet der Datenquellen variiert erheblich. Offizielle Ligadaten sind zuverlaessig, aber oft begrenzt in ihrer Tiefe. Drittanbieter bieten mehr Details, aber die Genauigkeit ist nicht immer garantiert. Idealerweise nutzt du mehrere Quellen und vergleichst die Daten miteinander. Wenn verschiedene Quellen unterschiedliche Zahlen zeigen, solltest du vorsichtig sein.
Die Aktualitaet der Daten ist ein weiterer wichtiger Faktor. Statistiken, die mehrere Wochen alt sind, koennen ein verzerrtes Bild zeichnen, besonders wenn sich im Kader etwas geaendert hat. Vor wichtigen Wetten solltest du pruefen, ob deine Daten noch aktuell sind und ob es relevante Neuigkeiten gibt, die sie beeinflussen koennten.
Ein nuetzliches Werkzeug sind Statistik-Tracker, die Daten ueber die Zeit visualisieren. Sie zeigen dir, wie sich ein Team entwickelt hat, und helfen dabei, Trends zu erkennen. Viele dieser Tools sind kostenlos verfuegbar und koennen deine Analyse erheblich verbessern.
Statistiken richtig kombinieren

Die Kombination verschiedener Statistiken zu einem Gesamtbild ist die eigentliche Kunst. Eine einzelne Zahl sagt wenig aus, aber wenn du Torstatistiken, Powerplay-Effizienz, Heimstaerke und Formkurve zusammen betrachtest, ergibt sich ein klareres Bild. Diese ganzheitliche Betrachtung unterscheidet erfolgreiche Wetter von Amateuren.
Ein Wort zur Vorsicht: Statistiken sind nur so gut wie ihre Interpretation. Eine Zahl ohne Kontext ist bedeutungslos. Bevor du eine Wette platzierst, frage dich immer: Was sagt mir diese Statistik wirklich? Welche Faktoren koennten sie verzerren? Und wie verhaelt sich der Buchmacher zu dieser Information? Wenn du diese Fragen nicht beantworten kannst, ist die Statistik fuer deine Wette wertlos.
Die Integration von Statistiken in deine Wettstrategie erfordert Uebung. Am Anfang wirst du Fehler machen und Zahlen falsch interpretieren. Das ist normal und gehoert zum Lernprozess. Mit der Zeit entwickelst du ein Gefuehl dafuer, welche Statistiken in welchen Situationen relevant sind und wie du sie mit anderen Informationen kombinieren kannst.
Ein praktischer Ansatz ist die Erstellung einer persoenlichen Datenbank. Notiere dir die Statistiken, die du fuer wichtig haeltst, und aktualisiere sie regelmaessig. Nach einigen Wochen hast du einen eigenen Datenschatz, der auf deine Beduerfnisse zugeschnitten ist. Diese Arbeit zahlt sich langfristig aus, auch wenn sie anfangs muehsam erscheint.
Die Spezialisierung auf bestimmte Teams oder Wettmaerkte kann deine Statistikanalyse effektiver machen. Statt alle vierzehn DEL-Teams oberflaechlich zu verfolgen, konzentriere dich auf drei oder vier und lerne sie in der Tiefe kennen. Du wirst Muster erkennen, die anderen entgehen, und kannst deine Statistiken entsprechend interpretieren.
Der kritische Umgang mit Statistiken ist ebenso wichtig wie ihre Nutzung. Zahlen koennen manipuliert, veraltet oder irrelevant sein. Bevor du eine Statistik in deine Analyse einbeziehst, frage dich: Woher stammt diese Zahl? Ist sie aktuell? Was koennte sie verzerren? Dieser skeptische Blick schuetzt dich vor Fehlschluessen und verbessert deine Entscheidungen.
DEL Statistiken: So Nutzen Sie Zahlen als Werkzeug
Abschliessend ein grundsaetzlicher Gedanke: Statistiken sind ein Werkzeug, kein Ersatz fuer Urteilsvermoegen. Sie koennen dir helfen, bessere Entscheidungen zu treffen, aber sie garantieren keine Gewinne. Eishockey bleibt ein Sport mit hoher Varianz, und selbst die beste Analyse kann durch einen ungluecklichen Puckabpraller zunichte gemacht werden. Wer das akzeptiert und Statistiken als Teil eines groesseren Puzzles sieht, wird langfristig erfolgreicher wetten als jemand, der blind den Zahlen folgt.
Die Verbindung von Statistiken mit anderen Informationsquellen ist entscheidend. Nachrichten ueber Verletzungen, Trainerentscheidungen oder Teamprobleme ergaenzen die nackten Zahlen und geben ihnen Kontext. Ein Team, dessen Statistiken hervorragend aussehen, kann durch interne Konflikte geschwaeacht sein, die sich noch nicht in den Zahlen zeigen. Die besten Wetter kombinieren quantitative Daten mit qualitativen Informationen.
Die DEL bietet genug Daten fuer fundierte Analysen, aber nicht so viele, dass die Buchmacher einen unueberwindbaren Vorsprung haben. Wer sich die Muehe macht, die verfuegbaren Statistiken gruendlich zu studieren und richtig zu interpretieren, kann Wertquoten finden und seine Wetten auf ein solideres Fundament stellen. Die hier vorgestellten Kennzahlen sind dein Startpunkt fuer eine erfolgreiche Wettstrategie. Welche davon fuer dich am nuetzlichsten sind, wirst du mit der Zeit und durch praktische Erfahrung herausfinden.
Siehe auch: deutscheeishockey — Analysen und Quoten zum deutschen Eishockey.